Ein einfaches Rezept für Glück – Hygge

Ein lauschiges Plätzchen vor dem Kamin, ein „Huagachta“ mit einer lieben Freundin, ein lauer Sommer-Abend mit Wein und Kerzenlicht auf der Terrasse, gemütliches Zusammensitzen am Lagerfeuer… Wer hat jetzt Lust auf so einen hyggeligen Moment bekommen?

Die Dänen sollen laut dem Buch „Hygge“ von Louisa Thomas Brits besonders gut darin sein, diese Atmosphäre zu schaffen und sie auch viel bewusster auskosten. Die Autorin beschreibt im Buch wie man Hygge definieren kann – und was Hygge ausmacht. Die vielen kleinen Details, wie die Kerze am Tisch, das besondere Glas für den Abend oder die Lieblingstasse beim Frühstück sollen dem Leser zeigen, worauf es bei Hygge ankommt. Ein ganz besonderes Glücksgefühl, das wir alle kennen und das oft nichts mit materiellem Wohlstand zu tun hat, sondern viel mehr mit der liebevollen Gestaltung und dem „sich dafür Zeit nehmen“.

Ein schönen kleines Büchlein zu dem Thema, das mich daran erinnert hat, wie sehr man die einfachen Dinge genießen kann und wie viele Momente voller Wohlgefühl wir aufgrund dieser liebevollen Details erlebt haben. Man beginnt sich zu erinnern und zu besinnen… und plötzlich weiß man wieder, wie wichtig es ist sich für diese Kleinigkeiten Zeit zu nehmen. Sie machen den Unterschied aus, ob man einen Moment erlebt wie jeden andern, oder ob man gerne daran zurückdenkt und damit eine Insel zum Seele baumeln lassen schafft.

Für mich waren die Erklärungen in dem Buch nicht neu, aber es hat mir sehr gut gefallen, das mich das Buch wieder daran erinnert hat und mir die Dinge bewusst gemacht hat. Einfache Details, die in unserem schnelllebigen Alltag viel zu oft gestrichen werden, gewinnen wieder an Wichtigkeit und können wesentlich zum persönlichen Wohlbefinden beitragen. Ein schönes Glücksrezept, wie ich finde!

Wer soll mitlesen? Das Buch ist ein wahrer Schatz an hyggeligen Momenten. Also kann man es jedem empfehlen, der sich wieder einmal nach Glück durch Gemütlichkeit sehnt. Man kann sich Inspirationen holen oder in Erinnerungen schwelgen. Ein Büchlein, dass man immer wieder zur Hand nimmt um sich ein bisschen Wärme und Glück herauszulesen.

 

eBook Tipp: auf Sommerfrische zwischen Spanien und Schottland

Ein Zitronenhain eines Obstbauern in Spanien um 1900… Hier beginnt „Das Geheimnis von Chaleran Castle“. Sofia, die Tochter des Obstbauern begegnet eines Tages Logan, einem Schotten, der seiner Mutter einige Zitronenbäume von seiner Reise mitbringen will. Die beiden stammen aber aus unterschiedlichen Welten, eine gemeinsame Zukunft ist nicht vorstellbar. Oder würde Sofia nach Schottland gehen? – Im Jahr 2016 bekommt Felicia die Gelegenheit als Reisejournalistin eine Reihe über Schottland zu schreiben. Sie ist begeistert von Schottlands rauher Nature und seiner wilden Schönheit. Besonders die Burgen und Schlösser der Inseln faszinieren sie und so findet sie sich in Chaleran Castle wieder. Auf der Suche nach der Geschichte des Schlosses erfährt Felicia von einem tragischen Familienunglück …

Eine schöne Geschichte, auch sehr gut passend zu den wunderbaren Sommerabenden, die wir im Moment genießen dürfen. Zwischen all den Zitronenbäumen habe ich mich so richtig wohl gefühlt und die Tage in Schottland haben eine angenehme Erfrischung gebracht. Elaine Winter hat einen locker-leichten Schreibstil, da fliegen die Seiten (des ebooks) nur so dahin und bald kommt ein bisschen Wehmut auf, weil es schon zu Ende ist. Die Begeisterung von Felicia für Schottlands Schönheit steckt an und man möchte schlussendlich gerne selbst Gast in Chaleran Castle sein.

Wer soll mitlesen? Vorweg – alle eBook Leser und Leserinnen, denn die Geschichte ist im Moment nur als eBook erhältlich. Das Buch passt für mich perfekt zu einem entspannten Abend auf der Terrasse oder Couch, in den Liegestuhl und in die Strandtasche 😉 Wer nach einer leichten und unterhaltsamen Geschichte sucht, wird hier fündig.

Schwipp-schwapp… Ahoi Meja Meergrün

Meja Meergrün ist ein echtes Meermädchen. Und ein ziemlich mutiges Meermädchen noch dazu, das muss ich schon zugeben! Meja lebt in der Unterwasserwelt und als sie eines Tages dunkle Stellen im sonst so bunten Luckyhav entdeckt wird sie neugierig und beschließt der Sache auf den Grund zu gehen. Zum Glück hat sie ihre Freunde mit dabei, die ihr auch mal aus der Patsche helfen, wenn’s ganz knapp hergeht!

Ich hatte die Gelegenheit das erste Abenteuer von Meja als Hörbuch, gelesen von Anna Thalbach, anzuhören – und ich bin begeistert! Ich weiß noch nicht ganz genau, wer mich mehr in den Bann gezogen hat – Anna Thalbach als Erzählerin oder Meja Meergrün, die Hauptdarstellerin. Auf jeden Fall, wünsche ich mir mehr Abenteuer mit den beiden. Mejas Unterwasserwelt fand ich sehr gelungen, Laternenfische, die Kümmerkröte, die Wasserhexe Siri und die Seeanemonen-Felder konnte ich mir wunderbar vorstellen.

Die Geschichte bietet viel Abwechslung und die gut 2 1/2 Stunden Hörvergnügen vergingen wie im Flug. Meja wird von einigen mit Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter verglichen – und tatsächlich lässt ihre mutige, selbstbewusste Art Erinnerungen an diese Kindheitsklassiker aufkommen. Trotzdem lebt sie in ihrer ganz eigenen Welt und verdient es als Meja Meergrün in die Liste der mutigen Mädchen der Kinderbücher aufgenommen zu werden.

Das Original dieser Geschichte stammt aus der Feder von Erik Ole Lindström (die können das, die Schweden) und ist auch als Buch erhältlich. Seit 1. Juli gibt es auch einen 2. Band in der Reihe: „Meja rettet den kleinen Delfin“.

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Wer soll mithören? Kinder (und jung gebliebene) ab ca. 7 Jahren. Wahrscheinlich gefällt das Abenteuer den Mädchen etwas besser als den Jungs (da ja auch die Hauptdarstellerin ein Mädchen ist). Also würde ich zusammenfassen: abenteuerlustige Prinzessinnen, aber auch Piratinnen 😉

Monster-Literatur – Literatur-Monster

Ich habe da etwas entdeckt 😀

Wieder einmal habe ich eine ganze Weile überlegt, warum ich mich selbst beschenken sollte. Ich habe dann beschlossen, dass ich „es“ mir einfach kaufe, weil ich mich so herrlich darüber freuen kann!

Und jetzt ist es da: mein neues Trumpfkarten-Spiel mit allerlei Monstern aus der Literatur. Ich dachte ja die wären längst ausgestorben… Also die Trumpfkarten – nicht die Monster. Die gibt’s noch, das weiß ich. Die Leben ALLE unter meinem Bett.

Wie dem auch sei – ich darf jetzt mit den Monster-Karten spielen. Vertreten sind viele hochrangige Monster, aus diversen Büchern. Darunter findet man sowohl Graf Dracula, Das Biest (aus die Schöne und das Biest), den Jabberwocky (ursprünglich aus Alice hinter den Spiegeln, aber inzwischen auch bei Alice im Wunderland zu finden), aber auch das Gespenst von Canterville und das Monster Leviathan aus dem Buch Hiob (Bibel). Auf den Karten hat jedes Monster eine Bewertung für Alter (Erscheinungsdatum), Brutalität, Gerissenheit, Kuriosität, Grusel-Faktor und Größe.

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Außerdem findet man auf jeder Karte immer einen kurzen Auszug aus der jeweiligen Geschichte. Ein neuer Weg für mich, ausgehend vom Monster herauszufinden, welche Geschichte ich demnächst lesen könnte. Die Bücher-Wunschliste wächst und wächst. Und ein besonders unterhaltsamer Weg, die Klassiker der Weltliteratur kennenzulernen – und auch Kinder können hier ohne Probleme mitspielen. Ich würde es allerdings erst ab der 2. Schulstufe empfehlen – da sollten die Kids mit den Zahlen bereits soweit umgehen können, dass sie Vergleiche anstellen können und selbst in der Lage sind zu entscheiden, wann ein Monster in welcher Kategorie „gut“ oder „schlecht“ ist.

Wer jetzt neugierig geworden ist – erhältlich ist das Kartenspiel direkt beim homunculus Verlag – ein ganz spezieller deutscher Verlag, der besondere Projekte im Bereich der Literatur verfolgt und ermöglicht.

Sum, sum, sum …

In den letzten Jahren wurde uns von den Medien ja ganz klar vermittelt, dass wir auf die Bienen acht geben müssen. Überall starten Bienenschutz-Projekte und an jeder Ecke gibt es spezielle Bienen-Blumen zu kaufen… Sie scheinen also sehr wichtig zu sein, diese kleinen Summer. Die Botschaft ist inzwischen auch bei mir angekommen. Und so stelle ich fest, dass ich mich seit einiger Zeit wirklich darüber freue, wenn sich eine Biene auf meinen blühenden Blumen niederlässt. Leider enden meine Anstrengungen im Garten nicht immer blühend – aber das hat jetzt mit den Bienen nichts zu tun… Zurück zu den Bienen: es gibt da ein Buch von Maja Lunde – eine Schwedin. „Die Geschichte der Bienen“ erschien im März dieses Jahres im btb Verlag (übrigens ein toller Verlag aus meiner Sicht – da gibt’s jede Menge zu entdecken). Dieses Buch erzählt eine interessante Geschichte zu dem Thema und macht uns klar, warum all diese Projekte wichtig sind und wir sie unbedingt unterstützen sollten!

Die Geschichte der Bienen – erzählt eigentlich 3 Geschichten. Die erste Geschichte spielt um 1850 und erzählt von einem Forscher, der die faszinierende Welt der Bienen entdeckt – und sich doch als gescheitert sieht. Gefangen in seiner Versagensangst gegenüber seinem Mentor kann William seine Zweifel an sich selbst nicht besiegen. Bis er eines Tages neuen Mut fasst um seinem Sohn ein Lebensziel und Vorbild zu geben.

Die zweite Geschichte spielt um die heutige Zeit und erzählt von einem Imker, der die Bienen schätzt und pflegt und für den Erhalt seines Hofs kämpft. Doch sein Sohn, der den Hof und die Bienen übernehmen soll, sieht die Welt aus anderen Augen und hat ganz andere Pläne für seine Zukunft.

Im dritten Erzählstrang befinden wir uns im Jahr 2098 in China. Die disziplinierte Arbeitsweise des chinesischen Volkes führt zu ihrem Erfolg auf dem Gebiet der Handbestäubung – denn Bienen gibt es keine mehr, die das erledigen können. Tao ist eine dieser fleißigen Arbeiterinnen, die täglich auf Bäume klettert und die Blüten mit einem Pinsel behandelt. In ihrem Leben gibt es viele Entbehrungen, aber ihr Sohn gibt ihr den Mut immer weiterzumachen und durchzuhalten. Bis er eines Tages nach einem Unfall verschwindet…

Das Buch liest sich abwechslungsreich und die Seiten fliegen nur so dahin – die 3 Geschichten werden immer in kurzen Abschnitten abwechselnd erzählt. Somit gibt es keine Längen und die Erzählung bleibt immer interessant für den Leser. Die Geschichten sind so nah an der Realität, dass es nicht schwer fällt vollkommen in die Szenen einzutauchen. Das Buch zeichnet eine Zukunft ohne Bienen – und ganz nebenbei wird klar, welche Auswirkungen ein Bienensterben auf unseren Alltag haben kann.

Wer soll mitlesen? Dieses Buch eignet sich wirklich für jung und alt – Mann und Frau. Endlich wieder einmal ein Roman, der nicht das übliche Liebes-Drama zum Inhalt hat, sondern wirklich etwas zu erzählen hat!

 


 

Und um die Bienen hochleben zu lassen habe ich hier noch ein paar Empfehlungen für euch:

honigHonig im Kochtopf: Renate Frank hat eine Rezeptsammlung und ein Informationswerk zu dem leckeren Nahrungs- und Heilmittel zusammengestellt. Der Titel ist Programm: „Honig: Köstlich, gesund und vielseitig. Mit 180 Rezepten für alle Lebenslagen“

 

 


Iwerkstattn der Bienenwachs Werkstatt mit Petra Ahnert (selbst Imkerin). Ihr Werk veranschaulicht was man mit Bienenwachs alles anstellen kann. Mit Hilfe ihrer Anleitungen entstehen Kerzen, Windlichter, Salben, Collagen und dekorierte Stoffservietten. Ein Tipp für die Bastler und Bastlerinnen in den Imkerfamilien.

 

 


Und für dU_5915_1A_BIENEN.IND75ie Kleinen (und neugierigen Erwachsenen wie mich) gibt’s noch etwas Spezielles: Bienen – von Piotr Sochar erklärt uns die Welt der Bienen. Was geht im Bienenstock vor sich, was hat es mit dem Bienentanz auf sich? Viele liebevolle (wenn auch vielleicht nicht klassisch gezeichnete) Bilder und gute Erklärungen bieten umfassende Informationen zu Bienen und Imkerei.

 

 

 

Weit weg ist anders – von Sarah Schmidt

Ja, weit weg ist anders… Der Insel Verlag lud wieder einmal zu einer Leserunde von Sarah Schmidts neuem Roman „Weit weg ist anders“ und ich durfte mitlesen. Darin geht es um zwei 70-jährige Damen, die sich in einer Reha-Klinik kennenlernen. Bereits die ersten Zusammentreffen zeigen, dass die Berlinerin Edith Scholz ein ganz anderes Kaliber ist als Christel Jacobi. Edit Scholz ist resolut und sie weiß was sie will… Wäre da nicht dieser Zwischenfall, der ihr diesen Reha-Aufenthalt aufzwingt.

Edith Scholz fuhr zur gleichen Zeit ein gehöriger Schreck durch die Glieder: In der Reha musste man bestimmt schwimmen. Und dazu brauchte man Kleidung. Sie würde einen Bikini kaufen müssen. Und ihn benutzen. Ihr verging jede Lust auf Usedom.

Doch die Neugier der beiden Damen, die sie gespannt macht, was denn hinter dem Verhalten der anderen steckt, lässt sie doch miteinander auskommen. Schließlich führen mehr oder wenige glückliche Umstände dazu, dass die beiden zusammen auf Reisen gehen. Aber auch vom „Wegfahren“ haben Edith und Christel ganz unterschiedliche Auffassungen…

Edith schnaubte empört. “Flair! Zu Kaiser Wilhelms Zeiten oder wann? In welchem Jahrhundert leben Sie bloß? …“

Trotzdem kommt es dann dazu, dass die stolze Edith am Ende ganz nach der Pfeife der unterwürfigen Christel tanzt – wie das? Das kann ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten – aber wer neugierig ist, darf gerne mitlesen.

Die beiden Damen mit vielen Ecken und Kanten manövrieren sich in viele unterhaltsame Situationen, wobei im Hintergrund ein doch eher tragisches Schicksal mitwirkt und dem Buch etwas mehr Ernst verleiht, als man auf den ersten Blick meinen würde.

Wer soll mitlesen? Das Buch richtet sich an keine spezielle Gruppe. Mitlesen kann hier  jeder, der eine leichte Unterhaltung für den Abend auf der Couch oder auf der Sonnen-Terrasse sucht und für den die Geschichte auch einmal etwas tragisch und melancholisch ausklingen darf.

John Boyne und sein neues Werk „The heart’s invisible furies“

Außergewöhnlich, schräg, traurig, lustig, aufwühlend und doch optimistisch. Ein Buch, dessen Eindruck sich kaum kurz zusammenfassen lässt…

John Boyne hat im Februar dieses Jahres seinen neuen Roman „The heart’s invisible furies“ veröffentlicht. Nachdem Boynes Romane bisher in 51 Sprache veröffentlicht wurden, wird auch dieser wohl im Lauf dieses Jahres auf Deutsch erscheinen (ich halte euch auf dem Laufenden – also gerne hier oder auf Facebook folgen um dieses Buch nicht zu verpassen). In der Zwischenzeit können bereits alle Fans von Original-Texten auf English auf Ihre Kosten kommen.

Wer ist John Boyne? Ich denke viele von euch werden von seinem Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“ gehört haben (übrigens eigentlich ein Jugendbuch). Der wurde vor einigen Jahren auch verfilmt – also vielleicht ein Tipp für den nächsten Fernsehabend, wenn das Fernseh-Programm nichts Brauchbares hergibt! Tatsächlich war „The heart’s invisible furies“ mein erster Roman von dem weltbekannten irischen Autor – aber mit Sicherheit nicht mein letzter! Weitere Bücher von ihm sind gleich auf meiner Wunschliste gelandet…

Worum geht’s?

Cyril Avery is not a real Avery — or at least, that’s what his adoptive parents tell him. And he never will be. But if he isn’t a real Avery, then who is he?

Der Junge Cyril Avery kommt als uneheliches Kind in der Nachkriegszeit in Irland auf die Welt… Seine junge Mutter muss sich alleine durch das Leben schlagen, nachdem der Pfarrer der Kirche sie aus dem Dorf verwiesen hat als bekannt wurde, dass sie schwanger ist. So kommt es auch, dass Cyril bei Adoptiveltern landet. Das Buch erzählt Cyrils Lebensgeschichte – wie er aufwächst, seine Freunde kennenlernt und im Lauf der Jahre ständig auf der Suche nach sich selbst ist. Von Unsicherheiten geleitet, manövriert sich Cyril phasenweise von einer missverständlichen Lage in die nächste und ist gefangen in seinem Alltag.  Seine unverhohlene Bewunderung für den weit glamouröseren Freund Julian Woodbead stellt Cyril immer wieder in den Schatten und lässt Selbstzweifel in ihm aufkommen. Auch seine exzentrische Stiefmutter und sein Adoptivvater, der ständig betont, dass Cyril kein „echter Avery“ ist, lassen Cyrils Kindheit und Jugend alles andere als normal verlaufen.

If only the lives of the Averys  and the Woodbeads had never intersected in the first place. My nature might not have turned out any different but at least I wouldn’t have found  myself in this terrible mess.

In der Geschichte erleben wir die Entwicklung Irlands von den 1940er Jahren bis heute. Nahe am Alltag und teilweise mit schockierender Direktheit zeigt John Boyne anhand seiner Figur welchen Einfluss Politik, Religion und die allgemeine Denkweise der Menschen auf eine Einzelperson haben können. Dabei verliert der Autor nie die nötige Portion Humor und die Geschichte bleibt unterhaltsam und mit einer guten Dosis Sarkasmus auch sehr lebendig.

Had I been a person of more religious scruple, I might have believed that God had answered my prayers, but the fact was, before going to sleep that night I’d already committed a few more sins, so instead I put it down to good detective work on the part of Garda Síochána.

John Boyne widmete diese Buch John Irving. Auch wenn ich nicht genau sagen kann warum (und für mich „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ eher schleppend zu lesen war), passt diese Widmung ganz gut. Irgendetwas am Stil erinnert mich an John Irving – gefällt mir aber hier noch deutlich besser.

Wer soll mitlesen? Josef Harder-Fans (ich denke euch könnte der Humor gefallen – ist allerdings bei weitem nicht so schwarz wie der Harder’sche), Leser die die Kombination „Humor und Hirn“ schätzen, Leserinnen die endlich mal wieder ein Buch ohne das klassische „sie liebt ihn – er baut Mist – sie versöhnen sich – sie baut Mist – sie finden sich wieder und lieben sich für immer“-Schema lesen wollen.

Eines der wenigen Bücher, bei denen ich denke, dass es sowohl Männern als auch Frauen sehr gut gefallen wird und das aus dem üblichen Erzählschema ausbricht.

Ein großes Dankeschön an den Penguin Random House UK Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Der Osterhase hat gelesen…

Zugegeben, es hätte in dieser Überschrift eigentlich „Der Osterhase liest“ heißen sollen, aber das Osterwochenende war so mit Osterfeierlichkeiten vollgepackt, dass ich leider etwas spät dran bin 😉

Trotzdem hat der Osterhase mir ein paar Buchtipps für die Prinzen und Prinzessinnen des Osterfestes dagelassen. Die wahren Chefs der Welt.

Los geht’s mit einem tierischen Tipp – aber kein Hase steht im Mittelpunkt des ersten Buches, sondern ein Elefant. Ein bunter Elefant! Elmar.

Elmar zeigt, wie wichtig es ist anders zu sein. Anders als alle seine Elefanten-Freunde ist Elmar bunt – statt grau. In Abenteuern wie „Elmar mag jedes Wetter“ oder „Elmar kennt alle Tiere“, aber auch „Elmar rettet den Regenbogen“ erlebt Elmar allerlei Außergewöhnliches und richtet sich mit schönen Illustrationen und kurzen Texten an die 3-5 jährigen Vorlese-Genießer.

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Elmar Bücher gibt es auch als Sammelwerke wie zB „Das große Elmar-Buch“ und auch in zweisprachigen Versionen, wie deutsch-französich, deutsch-italienisch oder auch deutsch-polnisch.


Für die Kids ab 7, die bereits selber lesen könne gibt es einen Tipp von Cornelia Funke – der wohl erfolgreichsten Deutschen Kinderbuchautorin der Neuzeit.

„Emma und der Blaue Dschinn“ lässt die Erinnerung an Aladins Abenteuer aufkommen. Als Emma und ihr Hund den blauen Dschinn Karim aus einer Flasche befreien beginnt ihr großes Abenteuer. Mit einem fliegenden Teppich begeben sich die 3 auf die Reise ins Morgenland um die Kräfte des Dschinns zurückzugewinnen. Kerstin Meyer macht das Abenteuer als Illustratorin zu einem Traum aus 1001 Nacht und lässt uns am fliegenden Teppich dem Alltag entfliehen.

Eine weitere ausgezeichnete Geschichte aus der Feder von Cornelia Funke die in keinem Bücherregal fehlen sollte.

Karine Lambert verzaubert mit „Und jetzt lass uns tanzen“

In letzter Zeit hat mich Karine Lamberts „Und jetzt lass uns tanzen“ auf meinen Fahrten zur Arbeit begleitet. Meine tägliche Hin- und Rückfahrt könnte mit so einem Hörbuch tatsächlich noch etwas länger dauern. Karine Lambert erzählt eine wunderbare Geschichte, in der es wieder einmal um die Liebe geht. Aber nicht nur. Für mich zeigt die Geschichte, dass Mut und Offenheit keine Altersgrenze kennen und das wir selbst für unser Glück verantwortlich sind. Das Buch zeigt, wie wichtig es ist Veränderungen zuzulassen und aktiv Entscheidungen im Leben zu treffen statt ängstlich zuzusehen und das Leben einfach geschehen zu lassen. Die beiden Protagonisten haben über viele Jahre in ihren gewohnten Bahnen zufrieden dahingelebt. Marcel in einer glücklichen und erfüllten Beziehung mit seiner großen Liebe und Marguerite als brave Ehefrau eines wohlhabenden Notars. Als dieser so bequeme Alltag durch den Verlust ihrer Partner plötzlich nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, beginnt für sie eine Zeit des Umbruchs. Plötzlich kommen Zweifel auf. Wie viel darf man im Alter noch wagen? Und muss man allen Erwartungen der Gesellschaft entsprechen? Wie verrückt ist es nach der großen Liebe noch einmal zu lieben? Und, was werden die Kinder dazu sagen?

Den Klappentext des Buches finde ich sehr gelungen, darum möchte ich ihn hier ausnahmsweise direkt übernehmen:

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Schön, romantisch und gefühlvoll ohne ins Kitschige abzurutschen, für alle Altersklassen unterhaltsam und sehr kurzweilig. Auch als Hörbuch ein besonderer Hörgenuss, da Iris Berben dem Buch ihre schöne Stimme leiht.

Wer soll mitlesen: mir hat es so gut gefallen, dass ich am lieben JEDE/JEDER schreiben möchte… Aber ich würde es besonders denen empfehlen, die sich von einem Buch gerne in eine gefühlvolle Welt entführen lassen, die mal zum Genießen und mal zum Nachdenken anregt –  und sich anfühlt wie ein Tanz durch den warmen Sommer-Regen von Paris.