Davide Morosinotto – Die Mississippi-Bande.

Schon lange habe ich mich über kein klassisches Jugendbuch mehr getraut. Das letzte Jugendbuch hat mich dermaßen gelangweilt, dass ich dieses Genre für einige Jahre zur Seite gelegt hatte. Damals war ich entsetzt, wie fad und durchschaubar die Handlung war… Als ob man junge Leser einfach damit abspeisen könnte ein bisschen Romantik mit klassischen erwachsen-werden-Problemen zu mischen. Das kann nur jemandem passieren, der diese kritische Leserschaft nicht ernst nimmt. Wer ehrlich zu sich selbst ist weiß, dass diese Jugendjahre harte Jahre sind – hier wird mit ehrlicher Meinung nicht gespart. Die Kunst der Diplomatie erreicht den Geist wohl erst in den späteren Jahren. Und scheinbar weiß das auch der italienische Autor Davide Morosinotto.

Er hat mit dem Buch „Die Mississippi-Bande: Wie wir mit drei Dollar reich wurden“ ein echtes Meisterwerk geschaffen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Die Geschichte war abwechslungsreich, spannend und die Charaktere waren interessant und sympathisch.

Aber jetzt mal zurück an den Start…
Nachdem ich aus den oben genannten Gründen bei der Auswahl des Buches ein bisschen gezögert habe, habe ich mich schlussendlich dazu entschieden es dieses Mal mit der Hörbuch-Fassung zu probieren. Im Nachhinein war die Entscheidung aus 2 Gründen sehr gut: 1.) ich komme in letzter Zeit kaum zum Lesen – aber sehr wohl zum Autofahren. Ein Hörbuch geht also immer. 2.) ich habe durch dieses Hörbuch herausgefunden, dass mein Autoradio MP3 CDs lesen kann. Juhuuu! Das vergrößert die Auswahl an neuen Hörbuchern.

Worum geht’s?

USA, Anfang des 20. Jahrhunderts: Peter, Eddie, Julie und ihr kleiner Bruder Tit leben in großer Armut im Bayou in Louisiana. Beim Angeln finden sie drei Dollar in einer alten Blechdose. Mit dieser für sie enorm hohen Summe bestellen sie eine Pistole aus dem Katalog des Chicagoer Versandhauses Walker & Dawn, bekommen jedoch eine alte Taschenuhr. Nach der ersten Enttäuschung stellt sich heraus, dass die Uhr von großem Wert ist. Als die vier sich auf die Suche nach dem Besitzer machen, erwartet sie ein mörderisches Abenteuer.

Mitreißender Hörgenuss aus vier Perspektiven. Gelesen von Mia Diekow, Patrick Mölleken, Marco Eßer und Reinhard Kuhnert.

Die Mississippi-Bande, also Peter, Eddie, Julie und Tit erleben das Abenteuer ihres Lebens. Die 4 machen sich gemeinsam auf den Weg, um die kostbare Uhr zu ihrem Besitzer zurückzubringen und treffen unterwegs auf gefährliche Gestalten wie auch auf gönnerhafte Weggefährten. Doch wem können die 4 Helden noch vertrauen? Und wie sollen sich die einfachen jungen Leute aus dem Bayou auf dieser weiten Reise zurechtfinden?

Was mir besonders gut gefällt: die 4 Protagonisten haben Ecken und Kanten, ihr Leben besteht aus Hochs und Tiefs – doch daraus wird kein Drama gemacht, sondern es ist einfach Teil der Geschichte und ihrer Persönlichkeiten. Und gerade das macht die Geschichte „echt“ und lässt den Leser mit ihnen mitfühlen und mit(er)leben. Ich denke dieses Buch wird zu einem Klassiker der Jugendliteratur und nicht mehr so schnell vom Büchermarkt verschwinden. Nachdem es im letzten Jahrhundert spielt, ist es auch einigermaßen zeitlos und wird auch von zukünftigen Generationen gern gelesen werden.

Im Hörbuch werden die 4 Teile der Geschichte auch von 4 verschiedenen Erzählern gelesen – also aus der Sicht von Peter, Eddie, Julie und Tit. Auch das fand ich sehr gelungen und eine besonders interessante Idee.

Für wen ist das (Hör-)Buch geschrieben? Ein Buch, dass das Abenteurer-Herz höher schlagen lässt. Und dafür ist man nie zu alt – daher: absolute (Hör- oder) Leseempfehlung für alle von 10 – 101 (oder halt solange die Lesebrille noch was hergibt).


Spieldauer: 7 Stunden und 8 Minuten | Version: Gekürzte Ausgabe | Verlag: Random House Audio, Deutschland | Erscheinungsdatum: 27.01.2017

Photo Credit: Pixabay

 

 

 

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Der kleine Drache Kokosnuss

Eine nette Begleitung habe ich mir da für den Weg zur Arbeit ausgesucht! Nachdem ich alleine im Auto sitze, konnte ich sogar brav mitsingen mit dem „little dragon co-co-nut“. Eine gute Stunde hat das Abenteuer des kleinen roten Drachen und seiner Freunde für beste Unterhaltung auf meiner Autofahrt gesorgt – und nebenbei noch ein paar englisch-Vokabeln aufgefrischt. Man glaubt ja nicht, was man schon alles vergessen hat!

Der Inhalt: Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde treffen einen Piraten. Doch der Pirat Pieter Backboard ist anfangs so gar nicht piratenhaft. Er ist viel eher ein Angsthase. Gar nicht mutig und kühn, sondern ängstlich und schreckhaft. Doch da stellen Kokosnuss‘ Freunde und der Pirat fest, dass sie auf der Suche nach demselben geheimnisvollen Amulett sind. Ein Amulett das mutig macht. So begeben sie sich gemeinsam auf die Suche und das Abenteuer beginnt. The adventure starts. 😉

Nachdem die Geschichte auch unter dem Aufhänger „Sprach-Lern-CD“ läuft, war ich gespannt, wie das in eine Kindergeschichte eingebaut werden kann. Und es ist sehr gut gelungen. Der Erzähler der Geschichte ist ein Native Speaker und zugleich Kokosnuss‘ britischer Freund Robert, der den kleinen Abenteurern weiterhilft – weil er ja englisch kann! So lernen der kleine Drache und seine Freunde einiges über Farben, wie man auf englisch nach dem Weg fragen kann und sie wissen wie man die Uhrzeit auf englisch beschreibt.

Aber im Vordergrund, und das finde ich am wichtigsten, steht das Abenteuer, das die Freunde erleben. Es gibt keine Verständnisprobleme, wenn kleine (oder große) Zuhörer kein Englisch können – denn alles wird auf deutsch gesprochen und manche Sachen eben auf Englisch wiederholt.


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Format: Audio CDVerlag: cbj audio (3. April 2017), Empfohlenes Alter: ab 5 Jahren.  Meine Empfehlung: Ich denke auch jüngere Kids können ihren Spaß daran haben – und ebenso finde ich die Geschichte für Erwachsene zum Mithören geeignet. Und – sofern sie besser singen als ich – auch zum Mitsingen. 😉


Danke an das Blogger-Portal für das Rezensionsexemplar.
Photo Credit: Pixabay

Des Buches neue Kleider…

Mit gaaaanz frischem Anstrich und diesmal im Penhaligon Verlag gibt es die Weitseher-Chronik (The Farseer Trilogy) von Robin Hobb jetzt druckfrisch und wieder auf Deutsch. Am 28. August erschien der erste Teil unter dem Namen „Die Gabe der Könige“. Da kann ich nur sagen – für alle Fantasy- und Buchreihen-Fans – RAN AN DEN SCHMÖKER!

Das Original erschien ja schon vor Ewigkeiten – und über Umstände fand ich mich vor einiger Zeit mitten in der englischen Fassung des Buches wieder… (hier nachzulesen). Damals habe ich es noch bedauert, dass die Bücher ein bisschen stiefmütterlich behandelt wurden. Ein hässliches (sorry, aber es war wirklich hässlich) Cover und kaum mehr auf deutsch erhältlich. Dann blieb ich beim eBook und ersparte mir so den Anblick dieses Klappenbildes. Jetzt dagegen – keine Spur von hässlich! Wirklich sehenswert – und ich habe so das Gefühl, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt für dieses Buch sein könnte.

Also Band 1 ist geschlüpft (entsprich dem Original „Assassin’s Aprentice – The Farseer Trilogy 1“), Band 2 und 3 sind schon vordatiert (16. Oktober und 11. Dezember). Hier lohnt es sich gleich dabei zu sein! Ich gehe davon aus, dass die weiteren Reihen von Robin Hobb bei Erfolg dieser ersten Reihe auch noch folgen – für weiteren Nachschub wäre dann erstmal gesorgt.

Die Gabe der Koenige von Robin Hobb

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Das Sternenboot – Stefanie Gerstenberger

Sizilien in der Nachkriegszeit… Der Krieg ist vorbei, doch die Macht gehört der Mafia. In einem kleinen Dorf am Meer werden 2 Kinder am selben Tag geboren: Nicola – sehnlich erwartetes 1. Kind eines lokalen Carabinieri und von ganzem Herzen geliebt sowie Stella – das 3. Mädchen des Marchese und seiner Frau, das die Mutter erst gar nicht bei sich behalten will, da ein Sohn ersehnt gewesen wäre und somit wächst Stella bei ihrer Tante auf. Die Beiden haben nicht viel gemeinsam und doch kreuzen sich nach vielen Jahren ihre Wege.

Das Buch mit dem Titel „Das Sternenboot“ von Stefanie Gerstenberger ist der erste von 2 Teilen einer sizilianischen Familiengeschichte. In diesem ersten Teil geht es um das Aufwachsen von Nicola und Stella in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten aus denen die beiden Stammen. Mit vielen liebevollen Details und einer bildlichen Sprache versteht es die Autorin die sonnig-salzige Meeresbrise direkt in unseren Lesesessel wehen zu lassen. Der Süden Italiens grüßt von jeder Seite des Buches und macht es zu einer Verlängerung des Sommers. Die Geschichte von Stella und Nicola passt sehr gut in dieses Ambiente – sie berichtet von den verschiedenen Problemen in den gesellschaftlichen Schichten während der Nachkriegszeit Italiens, der allgegenwärtigen Macht der Mafia aber auch von ehrlichem Glück und davon, dass sich dieses Glück nicht kaufen aber auch nicht verbieten lässt.

Mein Fazit: ein schönes Buch, dass gut zu einem schönen Spätsommer- oder Herbsttag passt und die Sonne Siziliens in unser Herz bringt. Damit die richtigen Leser zum Buch finden – eine kleine Hilfe, was ihr euch erwarten solltet und bei welchen Erwartungen ihr eher enttäuscht werdet:

Nicht zu sehen als: Eine märchenhafte Geschichte zum Seele baumeln lassen
Viel eher: Eine Geschichte mit Ecken und Kanten, zum Lachen und zum Weinen

Nicht drin:  überschwängliche Gefühlsausbrüche, theatralische Liebeserklärungen und romantische Nächte am Strand
Und doch: stille ehrliche Liebe, gefühlvolle Charaktere – ein starkes Auf und Ab mitten aus dem Leben

Nicht drin: Spannende Wendungen und sich überschlagende Ereignisse
Dafür aber: Schicksalsschläge und hoffnungsvolle Wendungen

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Titel: Das Sternenboot, Autorin: Stefanie Gerstenberger, Format: Taschenbuch, Verlag: Diana-Verlag, Erscheinungstermin: 10. April 2017

 

 

Photo credit: Pixabay
Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar

Wunderbare Welt der Gewürze… da gibt’s noch mehr außer Salz und Pfeffer ;-)

Auf einer meiner Stöberrunden bin ich an dem Titel und dem schönen Cover von „Gewürze“ hängengeblieben (erschienen beim DAV Verlag). Der Autor, Lior Lev Sercarz, gewährt uns damit einen Einblick in die Welt der Gewürze. Er präsentiert eine Auswahl von, wie er sagt, „überall erhältlichen“ Gewürzen. Für mich persönlich sind da schon ein paar Exoten dabei, aber wenn man sich das Gewürz Regal im Supermarkt einmal genauer ansieht, sind diese Spezialitäten tatsächlich auffindbar.

Lior Lev Sercarz betreibt in New York „La Boîte“ – ein Laden für Gewürze und Kekse. Sein Wissen erarbeitete er sich an der Seite von Olivier Roellinger (der wurde mit 3 Michelin Sternen ausgezeichnet während seiner Zeit in Les Maison de Bricourt) und Daniel Boulud. Seit 2006 ist er selbstständig und bäckt Plätzchen und experimentiert mit Gewürzmischungen. Das klingt ja sehr nach Weiterlesen

Urlaubszeit = Wunschlistenzeit

Endlich sind wir mitten im Sommer und somit im wohlverdienten Sommerurlaub. Vorher geht’s natürlich im Job und auch privat noch einmal richtig rund und so freue ich mich dann immer schon sehr auf den Urlaub und bin mir sicher: da finde ich endlich wieder Zeit zum Lesen!

Dann ist er da – der Urlaub. Und viel zu schnell vorbei. 🙂 Mein neuer persönlicher Rekord: dieses Jahr habe ich in den letzten 2 1/2 Monaten kein einziges Buch zu Ende gelesen. Daher war es hier in letzter Zeit auch sehr ruhig… Das wird jetzt alles nachgeholt. Denn in der entspannten Urlaubsatmosphäre lachen mich noch mehr Bücher an als sonst und somit ist die Wunschliste wieder um einige Einträge gewachsen. Natürlich möchte ich diese Entdeckungen wieder gerne mit euch teilen – also hier kommt Teil 1 meiner Buchtipps – mit Thriller, Krimi und Roman:

Den Anfang macht ein mit gespannter Vorfreude erwarteter Thriller Weiterlesen

Ein einfaches Rezept für Glück – Hygge

Ein lauschiges Plätzchen vor dem Kamin, ein „Huagachta“ mit einer lieben Freundin, ein lauer Sommer-Abend mit Wein und Kerzenlicht auf der Terrasse, gemütliches Zusammensitzen am Lagerfeuer… Wer hat jetzt Lust auf so einen hyggeligen Moment bekommen?

Die Dänen sollen laut dem Buch „Hygge“ von Louisa Thomas Brits besonders gut darin sein, diese Atmosphäre zu schaffen und sie auch viel bewusster auskosten. Die Autorin beschreibt im Buch wie man Hygge definieren kann – und was Hygge ausmacht. Die vielen kleinen Details, wie die Kerze am Tisch, das besondere Glas für den Abend oder die Lieblingstasse beim Frühstück sollen dem Leser zeigen, worauf es bei Hygge ankommt. Ein ganz besonderes Glücksgefühl, das wir alle kennen und das oft nichts mit materiellem Wohlstand zu tun hat, sondern viel mehr mit der liebevollen Gestaltung und dem „sich dafür Zeit nehmen“.

Ein schönen kleines Büchlein zu dem Thema, das mich daran erinnert hat, wie sehr man die einfachen Dinge genießen kann und wie viele Momente voller Wohlgefühl wir aufgrund dieser liebevollen Details erlebt haben. Man beginnt sich zu erinnern und zu besinnen… und plötzlich weiß man wieder, wie wichtig es ist sich für diese Kleinigkeiten Zeit zu nehmen. Sie machen den Unterschied aus, ob man einen Moment erlebt wie jeden andern, oder ob man gerne daran zurückdenkt und damit eine Insel zum Seele baumeln lassen schafft.

Für mich waren die Erklärungen in dem Buch nicht neu, aber es hat mir sehr gut gefallen, das mich das Buch wieder daran erinnert hat und mir die Dinge bewusst gemacht hat. Einfache Details, die in unserem schnelllebigen Alltag viel zu oft gestrichen werden, gewinnen wieder an Wichtigkeit und können wesentlich zum persönlichen Wohlbefinden beitragen. Ein schönes Glücksrezept, wie ich finde!

Wer soll mitlesen? Das Buch ist ein wahrer Schatz an hyggeligen Momenten. Also kann man es jedem empfehlen, der sich wieder einmal nach Glück durch Gemütlichkeit sehnt. Man kann sich Inspirationen holen oder in Erinnerungen schwelgen. Ein Büchlein, dass man immer wieder zur Hand nimmt um sich ein bisschen Wärme und Glück herauszulesen.

 

eBook Tipp: auf Sommerfrische zwischen Spanien und Schottland

Ein Zitronenhain eines Obstbauern in Spanien um 1900… Hier beginnt „Das Geheimnis von Chaleran Castle“. Sofia, die Tochter des Obstbauern begegnet eines Tages Logan, einem Schotten, der seiner Mutter einige Zitronenbäume von seiner Reise mitbringen will. Die beiden stammen aber aus unterschiedlichen Welten, eine gemeinsame Zukunft ist nicht vorstellbar. Oder würde Sofia nach Schottland gehen? – Im Jahr 2016 bekommt Felicia die Gelegenheit als Reisejournalistin eine Reihe über Schottland zu schreiben. Sie ist begeistert von Schottlands rauher Nature und seiner wilden Schönheit. Besonders die Burgen und Schlösser der Inseln faszinieren sie und so findet sie sich in Chaleran Castle wieder. Auf der Suche nach der Geschichte des Schlosses erfährt Felicia von einem tragischen Familienunglück …

Eine schöne Geschichte, auch sehr gut passend zu den wunderbaren Sommerabenden, die wir im Moment genießen dürfen. Zwischen all den Zitronenbäumen habe ich mich so richtig wohl gefühlt und die Tage in Schottland haben eine angenehme Erfrischung gebracht. Elaine Winter hat einen locker-leichten Schreibstil, da fliegen die Seiten (des ebooks) nur so dahin und bald kommt ein bisschen Wehmut auf, weil es schon zu Ende ist. Die Begeisterung von Felicia für Schottlands Schönheit steckt an und man möchte schlussendlich gerne selbst Gast in Chaleran Castle sein.

Wer soll mitlesen? Vorweg – alle eBook Leser und Leserinnen, denn die Geschichte ist im Moment nur als eBook erhältlich. Das Buch passt für mich perfekt zu einem entspannten Abend auf der Terrasse oder Couch, in den Liegestuhl und in die Strandtasche 😉 Wer nach einer leichten und unterhaltsamen Geschichte sucht, wird hier fündig.

Schwipp-schwapp… Ahoi Meja Meergrün

Meja Meergrün ist ein echtes Meermädchen. Und ein ziemlich mutiges Meermädchen noch dazu, das muss ich schon zugeben! Meja lebt in der Unterwasserwelt und als sie eines Tages dunkle Stellen im sonst so bunten Luckyhav entdeckt wird sie neugierig und beschließt der Sache auf den Grund zu gehen. Zum Glück hat sie ihre Freunde mit dabei, die ihr auch mal aus der Patsche helfen, wenn’s ganz knapp hergeht!

Ich hatte die Gelegenheit das erste Abenteuer von Meja als Hörbuch, gelesen von Anna Thalbach, anzuhören – und ich bin begeistert! Ich weiß noch nicht ganz genau, wer mich mehr in den Bann gezogen hat – Anna Thalbach als Erzählerin oder Meja Meergrün, die Hauptdarstellerin. Auf jeden Fall, wünsche ich mir mehr Abenteuer mit den beiden. Mejas Unterwasserwelt fand ich sehr gelungen, Laternenfische, die Kümmerkröte, die Wasserhexe Siri und die Seeanemonen-Felder konnte ich mir wunderbar vorstellen.

Die Geschichte bietet viel Abwechslung und die gut 2 1/2 Stunden Hörvergnügen vergingen wie im Flug. Meja wird von einigen mit Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter verglichen – und tatsächlich lässt ihre mutige, selbstbewusste Art Erinnerungen an diese Kindheitsklassiker aufkommen. Trotzdem lebt sie in ihrer ganz eigenen Welt und verdient es als Meja Meergrün in die Liste der mutigen Mädchen der Kinderbücher aufgenommen zu werden.

Das Original dieser Geschichte stammt aus der Feder von Erik Ole Lindström (die können das, die Schweden) und ist auch als Buch erhältlich. Seit 1. Juli gibt es auch einen 2. Band in der Reihe: „Meja rettet den kleinen Delfin“.

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Wer soll mithören? Kinder (und jung gebliebene) ab ca. 7 Jahren. Wahrscheinlich gefällt das Abenteuer den Mädchen etwas besser als den Jungs (da ja auch die Hauptdarstellerin ein Mädchen ist). Also würde ich zusammenfassen: abenteuerlustige Prinzessinnen, aber auch Piratinnen 😉