Sum, sum, sum …

In den letzten Jahren wurde uns von den Medien ja ganz klar vermittelt, dass wir auf die Bienen acht geben müssen. Überall starten Bienenschutz-Projekte und an jeder Ecke gibt es spezielle Bienen-Blumen zu kaufen… Sie scheinen also sehr wichtig zu sein, diese kleinen Summer. Die Botschaft ist inzwischen auch bei mir angekommen. Und so stelle ich fest, dass ich mich seit einiger Zeit wirklich darüber freue, wenn sich eine Biene auf meinen blühenden Blumen niederlässt. Leider enden meine Anstrengungen im Garten nicht immer blühend – aber das hat jetzt mit den Bienen nichts zu tun… Zurück zu den Bienen: es gibt da ein Buch von Maja Lunde – eine Schwedin. „Die Geschichte der Bienen“ erschien im März dieses Jahres im btb Verlag (übrigens ein toller Verlag aus meiner Sicht – da gibt’s jede Menge zu entdecken). Dieses Buch erzählt eine interessante Geschichte zu dem Thema und macht uns klar, warum all diese Projekte wichtig sind und wir sie unbedingt unterstützen sollten!

Die Geschichte der Bienen – erzählt eigentlich 3 Geschichten. Die erste Geschichte spielt um 1850 und erzählt von einem Forscher, der die faszinierende Welt der Bienen entdeckt – und sich doch als gescheitert sieht. Gefangen in seiner Versagensangst gegenüber seinem Mentor kann William seine Zweifel an sich selbst nicht besiegen. Bis er eines Tages neuen Mut fasst um seinem Sohn ein Lebensziel und Vorbild zu geben.

Die zweite Geschichte spielt um die heutige Zeit und erzählt von einem Imker, der die Bienen schätzt und pflegt und für den Erhalt seines Hofs kämpft. Doch sein Sohn, der den Hof und die Bienen übernehmen soll, sieht die Welt aus anderen Augen und hat ganz andere Pläne für seine Zukunft.

Im dritten Erzählstrang befinden wir uns im Jahr 2098 in China. Die disziplinierte Arbeitsweise des chinesischen Volkes führt zu ihrem Erfolg auf dem Gebiet der Handbestäubung – denn Bienen gibt es keine mehr, die das erledigen können. Tao ist eine dieser fleißigen Arbeiterinnen, die täglich auf Bäume klettert und die Blüten mit einem Pinsel behandelt. In ihrem Leben gibt es viele Entbehrungen, aber ihr Sohn gibt ihr den Mut immer weiterzumachen und durchzuhalten. Bis er eines Tages nach einem Unfall verschwindet…

Das Buch liest sich abwechslungsreich und die Seiten fliegen nur so dahin – die 3 Geschichten werden immer in kurzen Abschnitten abwechselnd erzählt. Somit gibt es keine Längen und die Erzählung bleibt immer interessant für den Leser. Die Geschichten sind so nah an der Realität, dass es nicht schwer fällt vollkommen in die Szenen einzutauchen. Das Buch zeichnet eine Zukunft ohne Bienen – und ganz nebenbei wird klar, welche Auswirkungen ein Bienensterben auf unseren Alltag haben kann.

Wer soll mitlesen? Dieses Buch eignet sich wirklich für jung und alt – Mann und Frau. Endlich wieder einmal ein Roman, der nicht das übliche Liebes-Drama zum Inhalt hat, sondern wirklich etwas zu erzählen hat!

 


 

Und um die Bienen hochleben zu lassen habe ich hier noch ein paar Empfehlungen für euch:

honigHonig im Kochtopf: Renate Frank hat eine Rezeptsammlung und ein Informationswerk zu dem leckeren Nahrungs- und Heilmittel zusammengestellt. Der Titel ist Programm: „Honig: Köstlich, gesund und vielseitig. Mit 180 Rezepten für alle Lebenslagen“

 

 


Iwerkstattn der Bienenwachs Werkstatt mit Petra Ahnert (selbst Imkerin). Ihr Werk veranschaulicht was man mit Bienenwachs alles anstellen kann. Mit Hilfe ihrer Anleitungen entstehen Kerzen, Windlichter, Salben, Collagen und dekorierte Stoffservietten. Ein Tipp für die Bastler und Bastlerinnen in den Imkerfamilien.

 

 


Und für dU_5915_1A_BIENEN.IND75ie Kleinen (und neugierigen Erwachsenen wie mich) gibt’s noch etwas Spezielles: Bienen – von Piotr Sochar erklärt uns die Welt der Bienen. Was geht im Bienenstock vor sich, was hat es mit dem Bienentanz auf sich? Viele liebevolle (wenn auch vielleicht nicht klassisch gezeichnete) Bilder und gute Erklärungen bieten umfassende Informationen zu Bienen und Imkerei.

 

 

 

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