Ein einfaches Rezept für Glück – Hygge

Ein lauschiges Plätzchen vor dem Kamin, ein „Huagachta“ mit einer lieben Freundin, ein lauer Sommer-Abend mit Wein und Kerzenlicht auf der Terrasse, gemütliches Zusammensitzen am Lagerfeuer… Wer hat jetzt Lust auf so einen hyggeligen Moment bekommen?

Die Dänen sollen laut dem Buch „Hygge“ von Louisa Thomas Brits besonders gut darin sein, diese Atmosphäre zu schaffen und sie auch viel bewusster auskosten. Die Autorin beschreibt im Buch wie man Hygge definieren kann – und was Hygge ausmacht. Die vielen kleinen Details, wie die Kerze am Tisch, das besondere Glas für den Abend oder die Lieblingstasse beim Frühstück sollen dem Leser zeigen, worauf es bei Hygge ankommt. Ein ganz besonderes Glücksgefühl, das wir alle kennen und das oft nichts mit materiellem Wohlstand zu tun hat, sondern viel mehr mit der liebevollen Gestaltung und dem „sich dafür Zeit nehmen“.

Ein schönen kleines Büchlein zu dem Thema, das mich daran erinnert hat, wie sehr man die einfachen Dinge genießen kann und wie viele Momente voller Wohlgefühl wir aufgrund dieser liebevollen Details erlebt haben. Man beginnt sich zu erinnern und zu besinnen… und plötzlich weiß man wieder, wie wichtig es ist sich für diese Kleinigkeiten Zeit zu nehmen. Sie machen den Unterschied aus, ob man einen Moment erlebt wie jeden andern, oder ob man gerne daran zurückdenkt und damit eine Insel zum Seele baumeln lassen schafft.

Für mich waren die Erklärungen in dem Buch nicht neu, aber es hat mir sehr gut gefallen, das mich das Buch wieder daran erinnert hat und mir die Dinge bewusst gemacht hat. Einfache Details, die in unserem schnelllebigen Alltag viel zu oft gestrichen werden, gewinnen wieder an Wichtigkeit und können wesentlich zum persönlichen Wohlbefinden beitragen. Ein schönes Glücksrezept, wie ich finde!

Wer soll mitlesen? Das Buch ist ein wahrer Schatz an hyggeligen Momenten. Also kann man es jedem empfehlen, der sich wieder einmal nach Glück durch Gemütlichkeit sehnt. Man kann sich Inspirationen holen oder in Erinnerungen schwelgen. Ein Büchlein, dass man immer wieder zur Hand nimmt um sich ein bisschen Wärme und Glück herauszulesen.

 

eBook Tipp: auf Sommerfrische zwischen Spanien und Schottland

Ein Zitronenhain eines Obstbauern in Spanien um 1900… Hier beginnt „Das Geheimnis von Chaleran Castle“. Sofia, die Tochter des Obstbauern begegnet eines Tages Logan, einem Schotten, der seiner Mutter einige Zitronenbäume von seiner Reise mitbringen will. Die beiden stammen aber aus unterschiedlichen Welten, eine gemeinsame Zukunft ist nicht vorstellbar. Oder würde Sofia nach Schottland gehen? – Im Jahr 2016 bekommt Felicia die Gelegenheit als Reisejournalistin eine Reihe über Schottland zu schreiben. Sie ist begeistert von Schottlands rauher Nature und seiner wilden Schönheit. Besonders die Burgen und Schlösser der Inseln faszinieren sie und so findet sie sich in Chaleran Castle wieder. Auf der Suche nach der Geschichte des Schlosses erfährt Felicia von einem tragischen Familienunglück …

Eine schöne Geschichte, auch sehr gut passend zu den wunderbaren Sommerabenden, die wir im Moment genießen dürfen. Zwischen all den Zitronenbäumen habe ich mich so richtig wohl gefühlt und die Tage in Schottland haben eine angenehme Erfrischung gebracht. Elaine Winter hat einen locker-leichten Schreibstil, da fliegen die Seiten (des ebooks) nur so dahin und bald kommt ein bisschen Wehmut auf, weil es schon zu Ende ist. Die Begeisterung von Felicia für Schottlands Schönheit steckt an und man möchte schlussendlich gerne selbst Gast in Chaleran Castle sein.

Wer soll mitlesen? Vorweg – alle eBook Leser und Leserinnen, denn die Geschichte ist im Moment nur als eBook erhältlich. Das Buch passt für mich perfekt zu einem entspannten Abend auf der Terrasse oder Couch, in den Liegestuhl und in die Strandtasche 😉 Wer nach einer leichten und unterhaltsamen Geschichte sucht, wird hier fündig.

Schwipp-schwapp… Ahoi Meja Meergrün

Meja Meergrün ist ein echtes Meermädchen. Und ein ziemlich mutiges Meermädchen noch dazu, das muss ich schon zugeben! Meja lebt in der Unterwasserwelt und als sie eines Tages dunkle Stellen im sonst so bunten Luckyhav entdeckt wird sie neugierig und beschließt der Sache auf den Grund zu gehen. Zum Glück hat sie ihre Freunde mit dabei, die ihr auch mal aus der Patsche helfen, wenn’s ganz knapp hergeht!

Ich hatte die Gelegenheit das erste Abenteuer von Meja als Hörbuch, gelesen von Anna Thalbach, anzuhören – und ich bin begeistert! Ich weiß noch nicht ganz genau, wer mich mehr in den Bann gezogen hat – Anna Thalbach als Erzählerin oder Meja Meergrün, die Hauptdarstellerin. Auf jeden Fall, wünsche ich mir mehr Abenteuer mit den beiden. Mejas Unterwasserwelt fand ich sehr gelungen, Laternenfische, die Kümmerkröte, die Wasserhexe Siri und die Seeanemonen-Felder konnte ich mir wunderbar vorstellen.

Die Geschichte bietet viel Abwechslung und die gut 2 1/2 Stunden Hörvergnügen vergingen wie im Flug. Meja wird von einigen mit Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter verglichen – und tatsächlich lässt ihre mutige, selbstbewusste Art Erinnerungen an diese Kindheitsklassiker aufkommen. Trotzdem lebt sie in ihrer ganz eigenen Welt und verdient es als Meja Meergrün in die Liste der mutigen Mädchen der Kinderbücher aufgenommen zu werden.

Das Original dieser Geschichte stammt aus der Feder von Erik Ole Lindström (die können das, die Schweden) und ist auch als Buch erhältlich. Seit 1. Juli gibt es auch einen 2. Band in der Reihe: „Meja rettet den kleinen Delfin“.

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Wer soll mithören? Kinder (und jung gebliebene) ab ca. 7 Jahren. Wahrscheinlich gefällt das Abenteuer den Mädchen etwas besser als den Jungs (da ja auch die Hauptdarstellerin ein Mädchen ist). Also würde ich zusammenfassen: abenteuerlustige Prinzessinnen, aber auch Piratinnen 😉